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Heizkosten pro qm

Die neue Wohnung ist ausgesucht, der Umzug endlich überstanden. Eigentlich scheint alles wunderbar, doch dann flattert die erste Nebenkostenabrechnung ins Haus und die Heizkosten fallen deutlich höher aus, als es die Mieter zunächst kalkuliert haben. Situationen wie diese sind vielen Mietern leider nur allzu gut bekannt. Die Frage in dieser Sache ist jedoch: Was ist eigentlich nach Meinung von Experten normal bei den Heizkosten pro Quadratmeter Wohnfläche?

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Schlagzeilen wie „zahlen Sie nicht mehr als einen Euro pro Quadratmeter“ sind populär, die Möglichkeiten für Mieter sind jedoch recht überschaubar, wenn es darum geht, Einfluss auf die Heizkosten zu nehmen. Wichtig ist es für die Verbraucher zunächst einmal zu erkennen, dass verschiedene Heiztechnologien nicht miteinander verglichen werden können. so variieren die Kosten gerade bei Strom, Gas und Öl stark auf Basis der Veränderungen der marktüblichen Rahmenbedingungen. Insbesondere bei Ölpreis gab es in den vergangenen Monaten ein deutlichen Auf und Ab, das sich auch bei den Heizkosten pro Quadratmeter erkennen lässt.

Berücksichtigen sollten Verbraucher bei der Kalkulation der wahrscheinlichen Heizkosten pro Monat also die vorhandene Heizanlage. Darüber hinaus spielt vor allem im Falle einer Zentralheizung eine Rolle, wo die eigene Wohnung in einem Mehrparteienhaus zu finden ist. In solchen Fällen werden vielfach Durchschnittswerte ermittelt. Aus diesem resultiert, dass für die außen befindlichen Wohnungen (mit höherem Energieverbrauch wegen der Außenwände) weniger als eigentlich nötig gezahlt wird, während andere Mieter höhere Kostenanteile übernehmen müssen.

Was als normal bei den Heizkosten angesehen wird, richtet sich jedoch nicht einzig und allein danach, auf welche Heizsysteme in der jeweiligen Wohnung vertraut wird. Maßgeblichen Einfluss auf die Heizkosten pro qm hat vor allem auch der Zustand der Wohnung. Dies bezieht sich auf möglichen Sanierungsbedarf im Altbau. Bei älteren Häusern fehlt es vielfach an der nötigen Dämmung der Fenster, Wände und Türen, weshalb die Heizkosten im schlimmsten Fall deutlich überdurchschnittlich liegen können.

Grundsätzliche Richtwerte zum realistischen Verbrauch verschiedener Heizanlagen finden sich für Verbraucher im Internet. Besonders interessant sind die Aussagen dazu, wie sich die Heizkosten pro Quadratmeter durch Sanierungsmaßnahmen senken lassen und nach welchem zeitlichen Rahmen sich solche Investitionen amortisieren. Ein großer Teil solcher Energiesparmaßnahmen über Modernisierungen und Sanierungen kann von staatlicher Seite als Umweltschutzansatz gefördert werden. Bei überdurchschnittlich hohen monatlichen Heizkosten tun Mieter gut daran, Kontakt mit dem Vermieter aufzunehmen und diese auf mögliche Förderungen hinzuweisen.

Spätestens nach der Durchführung der handwerklichen Arbeiten werden die Heizkosten auf ein normales Niveau sinken. Ein so genanntes Heizkostengutachten kann als Überredungsgutachten dienen. Denn Modernisierungszwang besteht nicht für Hausbesitzer. Allerdings können sinkende Nebenkosten für potentielle Neumieter ein Entscheidungskriterium sein.